Einleitung- Kyokushin
Freefight - Kyokushin
Knockdown
Kata- Kampfregeln,
Formulare (pdf)
Dieses Regelwerk soll dem sportlichen Wettkampf und Wettbewerb für alle Beteiligten, Kämpfer, Betreuer, Kampfgerichte und Veranstalter von Kyokushin-Turnieren und Meisterschaften in allen Einzelheiten als verbindliche Grundlage zur Ausübung eines fairen und sportlich anspruchsvollen Wettkampfes dienen. Es stammt ursprünglich aus den langjährigen internationalen Erfahrungen der großen Kampfkunstlegende Jon Bluming (Holland) und wurde 2003 zu seiner nun vorliegenden Form überarbeitet. Es ist heute den neuesten Erkenntnissen und Erfahrungen auf nationaler und internationaler Ebene angepasst und soll - sofern sich neue Einsichten ergeben - jeweils weiter ergänzt bzw. angepasst werden.
Dieser moderne Kampfsport - eine bedeutende Weiterentwicklung der sogenannten traditionellen Stile - wird in den Disziplinen „Kyokushin Knock Down“, „Kyokushin Budo Kai (Free Fight)“ und „Kyokushin Kata“ weltweit praktiziert.
Der Sinn von Amateur-Wettkämpfen der KYOKUSHIN BUDO KAI INTERNATIONAL / GERMANY ist es, dem Sportler die Gelegenheit zu geben, seine technischen Fertigkeiten, seinen Kampfgeist und seine Entschlossenheit unter Beweis zu stellen. Diese Regeln wurden geschaffen, um maximale technische Einsatzmöglichkeiten bei minimaler Verletzungsgefahr zu ermöglichen. Die Wettkampfteilnehmer sind verpflichtet, ihren Gegnern sowie den Wettkampfoffiziellen äußersten Respekt entgegenzubringen.
Alle Wettkämpfe des KYOKUSHIN BUDO KAI INTERNATIONAL / GERMANY
sind nach diesen Regeln durchzuführen.
Kyokushin Budo Kai (Freefight)
§ 1: Turnierarten
- A-Klassen-Turniere
- ab Bundesmeisterschaften aufwärts
- internationale Turniere
- Ländervergleichskämpfe
- B-Klassen-Turniere
- Landesmeisterschaften
- Bezirksmeisterschaften
- Bezirksvergleichskämpfe
§ 2: Teilnahme an Wettkämpfen
Startberechtigt ist jeder Kämpfer, der einen gültigen Sportpass mit sportärztlichem Attest des Jahres, in dem der Wettkampf stattfindet besitzt, und die erforderliche Befähigung für die Teilnahme an Turnieren der Art besitzt, wie sie in den Punkten §1, 1–4 aufgeführt sind.
- Mindest-/Höchstalter
Das Mindestalter: 16 Jahre (bzw. Jahr, in dem der Wettkampfteilnehmer 16 Jahre alt wird).
Das Höchstalter: ... wird gegebenenfalls durch den Turnierarzt bestimmt: Jeder Wettkampfteilnehmer muss sich vor dem Wettkampf ärztlich untersuchen lassen (in Deutschland: Ärztliches Attest vorlegen). - Mindestausbildung
Teilnahme an A-Klassen-Turnieren
Jeder Wettkampfteilnehmer muss mindestens Inhaber des 4. Kyu sein oder seit mindestens zwei Jahren aktiv Karate trainieren.
Teilnahme an B-Klassen-Turnieren
Jeder Wettkampfteilnehmer muss mindestens Inhaber des 8. Kyu sein oder seit mindestens einem Jahre aktiv Karate trainieren. - Ausschluss bei Eigengefährdung
- Sportler, die ein besonders hohes Mass an Eigengefährdung durch gesundheitliche Beeinträchtigungen haben bzw. eine unkalkulierbare Gefährdung für ihre Gegner darstellen, sowie Brillenträger und Taubstumme, dürfen nicht als Wettkampfteilnehmer und Kampfrichter eingesetzt werden.
- Das Tragen weicher Haftschalen ist erlaubt.
- Jeder Sportler hat einen "Kopf-KO", den er — unabhängig von den Umständen — innerhalb von vier Wochen vor dem Turnier erhalten hat, ohne Aufforderung vor dem Turnier der Turnierleitung zu melden.
- Ausschlaggebend ist in jedem Fall die ärztliche Bescheinigung der Kampfsportfähigkeit.
- Kenntnis der Wettkampfregeln
Sportler, die das Regelwerk der KYOKUSHIN BUDO KAI INTERNATIONAL / GERMANY nicht kennen, können vom Wettkampf ausgeschlossen werden. - Meldung
Zur Teilnahme an Turnieren der KYOKUSHIN BUDO KAI INTERNATIONAL / GERMANY sind ausschließlich von ihrem Dojo schriftlich gemeldete Sportler zugelassen.
Alles Weitere ist den jeweiligen Ausschreibungen zu entnehmen.
Für Kämpfer unter 18 Jahren ist mit der Meldung das im Anhang befindliche Formblatt von einem Erziehungsberechtigten unterschrieben abzugeben. - Doping
- Die sich aus den Richtlinien des DSB zur Bekämpfung des Dopings ergebenden Pflichten treffen alle Sportler/Innen, Trainer, Ärzte, Betreuer.
- Verboten sind alle auf der Liste des DSB aufgeführten Substanzen.
- Der Verstoß gegen diese Bestimmungen zieht die Disqualifikation des Kämpfers nach sich.
§ 3: Richtlinien zum Turnierstart und der Gewichtsklassen
- Wettkampfarzt
Solange kein Wettkampfarzt anwesend ist darf kein Turnier begonnen oder durchgeführt werden. - Betreuer
Es ist nicht erlaubt, am Wettkampftag sowohl als Betreuer (Coach) seiner Wettkampfteilnehmer als auch als Wettkampfoffizieller tätig zu sein. - Haftung
Weder die Organisatoren noch die Ausrichter des Turniers können in irgend einer Form für Verletzungen oder Schäden, die im Verlaufe des Turniers auftreten, zur Verantwortung gezogen werden. Falls Versicherung gewünscht wird, liegt es in der Eigenverantwortung des Wettkampfteilnehmers, sich um persönlichen Versicherungsschutz zu bemühen. - Mindestteilnehmer
- Haben sich in einer Gewichtsklasse zu Turnieren oder Meisterschaften nur 2 Kämpfer gemeldet, muss ein Kampf stattfinden.
- Beim Start von 3 Kämpfern erhält einer ein Freilos.
- Gemeldete Klasse / Zusammenstellung der Kampfpaarungen
- Ein Kämpfer darf nur in einer Gewichtsklasse gemeldet werden. Er darf nur in der gemeldeten Klasse kämpfen.
- Der Kämpfer darf nur in der seinem Gewicht entsprechenden Klasse oder maximal eine Klasse höher starten, wenn in seiner Klasse nur er gemeldet ist.
- Die Kampfpaarungen eines Turniers werden durch Auslosung festgelegt. Vor der Auslosung können Favoriten vom Bundestrainer/Delegierten gesetzt werden.
- Sportpass
Der Sportpass ist vor jedem Kampf am Wettkampftisch abzugeben und nach dem Kampf von dort wieder abzuholen. - Gewichtskontrolle
- Zum Wiegen dürfen nur geeichte digitale Waagen verwendet werden.
- Überschreitet ein Kämpfer das Gewicht für die gemeldete Klasse bzw. bringt er es nicht bis zum Schluss der offiziellen Wiegezeit, wird er vom Wettkampf ausgeschlossen.
- Die offizielle Wiegezeit muss mindestens 1 Stunde betragen.
- Wiegen dürfen nur vom Verband eingesetzte offizielle Vertreter.
- Die Kämpfer/Innen sollten zum Wiegen unter der Sportkleidung Badesachen tragen, um sich bei Gewichtsproblemen gegebenenfalls bis auf diese ausziehen zu können.
- Gewichtsklassen
Herren:
unter 65 kg - Leichtgewicht
unter 75 kg - Mittelgewicht
unter 85 kg - Leicht-Schwergewicht
unter 95 kg - Schwergewicht
über 95 kg - Superschwergewicht
Damen:
unter 55 kg - Leichtgewicht
unter 60 kg - Mittelgewicht
unter 65 kg - Leicht-Schwergewicht
unter 70 kg - Schwergewicht
über 70 kg - Superschwergewicht - Kleidung der Kämpfer/Innen
- Die Wettkämpfer/Innen tragen einen sauberen, weißen Gi.
- Ein Wettkämpfer trägt einen blauen Gürtel (Shiro), der andere einen roten Gürtel (Aka).
- Das Tragen von zugelassenen Handschuhen, Ellbogenschützern, Helm, Tiefschutz, Zahnschutz, (weichen) Schienbeinschonern ist Pflicht.Die Schienbeinschoner dürfen mit Spannschutz versehen sein.
- Im Falle von während des Turniers aufgetretenen Verletzungen dürfen Bandagen oder anderes schützendes Material angelegt werden. Die Entscheidung darüber, ebenso darüber, ob der Verletzte überhaupt noch kampffähig ist, liegt beim Turnierarzt. Seine Entscheidung ist bindend.
- Finger- und Fußnägel müssen kurz geschnitten sein. Es darf kein Schmuck oder Ähnliches getragen werden.
- Brillen dürfen nicht getragen werden. Das Tragen von Kontaktlinsen ist - auf eigene Gefahr und eigenes Risiko - erlaubt.
- Das Tragen nicht satzungsgemäßer Kleidung sowie nicht vorschriftsmäßiger Schutzausrüstung führt zur Disqualifikation des Wettkämpfers.
§ 4: Schutzbestimmungen
- Schutzausrüstung
- Ein Wettkampf darf nur ausgetragen werden, wenn die Kämpfer/Innen die komplette Schutzausrüstung tragen.
- Die Schutzausrüstung besteht aus:
- Schienbeinschützer (Spannschutz ist erlaubt)
- bei Männern Tiefschutz / bei Frauen Brustschutz mit Hartschalen (jeweils unter dem Gi zu tragen)
- Zahnschutz
- Ellbogenschützer
- Faustschützer
- Helm
- Die Schutzausrüstung muss zugelassen sein.
- Sofern Handbandagen benutzt werden, dürfen diese höchstens 2,5 m lang und 5 cm breit sein. Sie dürfen mit einem Tapeband zum Fixieren versehen sein.
- Die Schutzausrüstung ist vor jedem Kampf vom Hauptkampfrichter zu überprüfen.
- Fehlt bei Bundesturnieren ein Teil der Schutzausrüstung, ist der Kämpfer/die Kämpferin zu disqualifizieren. Bei Landesturnieren und darunter ist eine Minute Zeit zu geben, die Ausrüstung zu komplettieren. Bleibt die Ausrüstung auch danach unvollständig, erfolgt Disqualifikation.
- Ausgezählte Kämpfer/Innen
Ausgezählte Kämpfer/Innen müssen anschließend vom Arzt untersucht werden. Dieser entscheidet über entsprechend notwendige Folgemaßnahmen. - Festlegung einer Schutzsperre
- Kämpfer/Innen, die nach Kopftreffern ausgezählt werden, unterliegen automatisch der Schutzsperre. Dies unabhängig davon, wie die Kampfunfähigkeit entstanden ist.
- Eine Schutzsperre erfolgt auch für einen Kämpfer nach Abbruchniederlage infolge sportlicher Überlegenheit des Gegners, wenn folgende Voraussetzungen gegeben sind:
- Der ärztliche Untersuchungsbefund macht eine Schutzsperre notwendig.
- Der Kämpfer/die Kämpferin hat drei mal in Folge durch sportliche Überlegenheit des Gegners/ der Gegnerin verloren.
- Dauer der Schutzsperre
- Bei einem Kopf-KO oder drei aufeinanderfolgenden Abbruchniederlagen infolge sportlicher Überlegenheit des Gegners beträgt die Schutzsperre mindestens einen Monat.
- Bei zwei Kopf-KO´s innerhalb von 3 Monaten beträgt die Schutzsperre mindestens 3 Monate
- Bei drei aufeinanderfolgenden Kopf-KO´s beträgt die Schutzsperre mindestens ein Jahr
- Alle Schutzsperren beginnen mit dem Tag der Niederlage
- Anmerkung: Es darf kein Kämpfer gemeldet werden, der im Training 4 Wochen vor dem Turnier einen Kopf-KO erlitten hat. Jeder Trainer ist verpflichtet, den Sportler/die Sportlerin sofort einer ärztlichen Untersuchung zuzuführen.Jede/r Karateka, der/die in die unter a) -d) genannten Bereiche fällt, darf nach der Schutzsperre erst dann wieder an Wettkämpfen teilnehmen, wenn er/sie zuvor sportärztlich auf seine Wettkampftauglichkeit untersucht wurde (Passvermerk!).
§ 5: Erlaubte Ziele
Folgende Ziele und Körperpartien dürfen mit den erlaubten Kampftechniken angegriffen werden:
- Faust- und Ellenbogentechniken
- Gesicht und Kopfseiten
- Schulter und Arme
- Oberkörper
- Bauch, Unterleib
- Rippen
- Oberschenkel
- Bein-, Knie- und Fußtechniken
- Kopfseiten
- Gesicht
- Schulter und Arme
- Oberkörper
- Bauch, Unterleib
- Rippen
- Oberschenkel
- Schienbeine
- Waden
§ 6: Verbotene Aktionen und Techniken
Die folgenden Punkte können bis zur Disqualifikation führen. Die Entscheidung darüber liegt im alleinigen Ermessen des Hauptkampfrichters. Gegen diese Entscheidung kann der disqualifizierte Wettkämpfer durch seinen Coach beim Kampfrichterobmann Protest einlegen. Dieser wird nach Rücksprache mit den Kampfrichtern die Fortsetzung des Kampfes zulassen oder die vorherige Entscheidung (der Disqualifikation) bestätigen. Die Entscheidung des Kampfrichterobmanns ist endgültig.
- Die folgenden Techniken sind verboten und sollten entsprechend der Ernsthaftigkeit und Stärke der Anwendung geahndet werden:
- Angriffe zum Hinterkopf, zum Kehlkopf oder Nacken; mit der offenen Hand Angriffe auf die Augen
- Am Helm des Gegners ziehen
- In den Genitalbereich treten
- Kopfstöße
- Tritte auf das Kniegelenk
- Fußstöße (gerade Tritte) zu den Beinen
- Angriffe auf den Rücken
- Nachdem man geworfen wurde, vom Boden aus angreifen. Allerdings: Die Wettkämpfer dürfen sich schützen!
- Einen niedergeschlagenen Gegner treten oder schlagen; es sei denn, der Angriff folgt einem Feger oder einer Wurftechnik, in diesem Fall sind Non-Contact "Kime"-Fauststöße erlaubt
- Mehr als 15 Sekunden Inaktivität
- Jede andere Technik oder Aktion, die vom Kampfrichter als verboten oder unfair gehalten wird.
- Das folgende Verhalten ist verboten und wird entsprechend der Schwere geahndet:
- Den Anweisungen des Kampfrichters nicht zu folgen
- Häufiges Verlassen der Wettkampffläche (Jogai)
- Bewusstes "Zeitschinden"
- Die Wirkung einer verbotenen Technik übertreiben ("Schauspielerei")
- Unsportliches Verhalten
- Haare ziehen, beißen, quetschen etc.
- Greifen oder Zerren ohne einer damit verbundenen Kampftechnik
- Die Wettkämpfer dürfen ihren Gegner nicht länger als 2 Sekunden halten oder während sie (maximal) 2 Techniken ausführen. Das Greifen und Festhalten des Gegners muss unmittelbar mit einer Technik verbunden sein.
- Der Kämpfer darf sich nicht von seinem Gegner wegdrehen. Drehtechniken bilden eine Ausnahme von dieser Regel.
- Die Coaches der Wettkämpfer bleiben während der Kampfzeit ruhig auf ihren Stühlen sitzen. Sie dürfen weder durch Wort noch Tat noch durch Zeichen in das Wettkampfgeschehen eingreifen. Falls der Coach gegen diese Regel verstößt, wird sein/ihr Kämpfer entsprechend der Regeln durch Punktabzug bestraft.
- Wettkampfteilnehmer, die nicht oder zu spät an der Wettkampffläche antreten, können automatisch disqualifiziert werden.Die Wettkämpfer werden maximal 2 x in 30-Sekunden-Abstand und 1 x in 1-Minute-Abstand aufgerufen.
§ 7: Kampfrichter und Kampfgericht
- Bekleidung der Kampfrichter
- Die Kampfrichter müssen Kampfrichterkleidung tragen:
- schwarze ungemusterte Hose
- ein kurzärmeliges weißes Hemd
- Turnschuhe / sportliche Halbschuhe
- dunkle Fliege bzw. Krawatte - Der Hauptkampfrichter darf in seiner Funktion keine Gegenstände tragen, die bei notwendigem Eingreifen zu Verletzungen bei den Kämpfern führen könnten (z. B. Brillen, Uhren, Gürtel mit großen Schnallen, etc.)
- Die Kampfrichter müssen Kampfrichterkleidung tragen:
- Das Kampfgericht
- Das Kampfgericht besteht aus
- Kampfrichterreferent
- Kampfflächenleiter
- Hauptkampfrichter
- drei Seitenkampfrichter (Punktrichter)
- Das Erweiterte Kampfgericht besteht aus
- Zeitnehmer
- Listenführer
- Ringsprecher
- Ringarzt bzw. Sanitätsteam
- Das Kampfgericht besteht aus
§ 8: Kampffläche
- Die Kampffläche misst 8 x 8 Meter
- Sie soll von einer mindestens 1 Meter breiten neutralen Zone umgeben sein.
- Sowohl die Kampffläche als auch die neutrale Zone müssen mit einer Tatami abgedeckt sein.
- Die neutrale Zone soll aus einer anderen Farbe als die Kampffläche bestehen.
- Um die neutrale Zone muss sich ein weiterer - 3 Meter breiter - Sicherheitsbereich befinden. Nur Kampfrichter, der zugelassene Coach und Offizielle (Veranstalter) dürfen diesen Bereich betreten.
- Den Coaches wird jeweils ein Stuhl zur Verfügung gestellt. Es steht zwei Meter von der Kampffläche entfernt, direkt hinter dem zu betreuenden Kämpfer. Der Coach darf seinen (Sitz-) Platz während des Turniers nicht verlassen.
© Coach
[PR] Punktrichter
HKR Hauptkampfrichter
Shiro Kämpfer, weißer Gürtel
Aka Kämpfer, roter Gürtel
§ 9: Dauer des Wettkampfes
- Die Vorkämpfe dauern 2 Runden zu je 3 Minuten mit 1 Minute Pause dazwischen. Pro Runde können pro Wettkämpfer 2 x 30 Sekunden Ne Waza angesetzt werden.
- Nach Ablauf dieser Zeit müssen die Seitenkampfrichter eine Entscheidung fällen (Unentschieden ist nicht möglich).
- Die Finalkämpfe dauern 3 Runden zu je 3 Minuten. Pro Runde können pro Wettkämpfer 2 x 30 Sekunden Ne Waza angesetzt werden. Nach Ablauf dieser Zeit müssen die Seitenkampfrichter eine Entscheidung fällen (Unentschieden ist nicht möglich).
- Die Zeitmessung beginnt mit dem Kommando "Hajime" durch den Hauptkampfrichter und wird unterbrochen durch das Kommando "Yame".
- Das durch den Zeitnehmer ausgelöste Signal (Gong oder Summer) muss klar hörbar sein. Ein unterschiedliches Signal soll das Ende der Ne Waza-Zeit anzeigen. Die Wettkämpfer haben nur auf die Kommandi des Kampfrichters zu hören.
- Eine effektive Technik, die zur gleichen Zeit mit dem Schlußsignal der Runde oder des Wettkampfes ausgeführt wird, gilt als gültig.
Ein Angriff – auch wenn er effektiv ist – der nach dem Kommando zur Unterbrechung oder zum Stopp des Wettkampfes ausgeführt wurde, wird nicht gewertet und kann zur Bestrafung des Ausführenden führen. - Eine Technik, die ausgeführt wird, während sich einer oder beide Wettkämpfer außerhalb der Wettkampffläche und der neutralen Zone befinden, wird nicht gewertet. Wird diese Technik allerdings im Verlaufe einer "fließenden" Kombination ausgeführt, führt sie zur Wertung.
§ 10: Entscheidungskriterien
- Bewertung
- Jede Runde ist durch jeden Punktrichter einzeln mit mechanischen Zählern zu bewerten. Am Ende jeder Runde werden die Trefferpunkte in den Punktezettel eingetragen.
- Die Bewertung einer Runde soll nach der Anzahl der tatsächlichen Treffer erfolgen. Außerdem kann nach jeder Runde ein Hilfspunkt für die bessere Technik und Taktik vergeben werden, der sich nach folgenden Kriterien zusammensetzt:
- Wirksamkeit der Angriffe
- Kombinationsfähigkeit
- Sauberkeit des Kampfstils
- überlegene Kampftechnik und -taktik
- Vielseitigkeit (Fuß-, Faust, Wurf-, Bodenkampftechniken)
- Gesamteindruck der sportlichen Leistung (Kampfgeist, Siegeswillen)
- Am Ende des Kampfes werden die Trefferpunkte addiert. Sieger ist der Kämpfer, welcher am Ende die höhere Punktzahl hat.
- Kriterien für Ermahnungen und Minuspunkte
- Nur der Hauptkampfrichter kann Ermahnungen und Minuspunkte vergeben
- Kriterien:
- ständiges Klammern
- unerlaubte Techniken
- grobe Unsportlichkeit
- Passivität
- Flucht und Kampfvermeidung
- Wertung eines Minuspunktes
Erhält ein Kämpfer einen Minuspunkt, so haben die Kampfrichter auf ihren Punktezetteln 3 Trefferpunkte abzuziehen. - Wertung einer Nahkampfserie
Jeder Nahkampf, bei dem Einzeltreffer nicht mehr erkennbar sind, ist ohne Berücksichtigung von Einzeltreffern nach seinem Gesamteindruck zu bewerten. Um den besseren Nahkämpfer nicht zu benachteiligen, soll der Ringrichter einen sich entwickelnden Nahkampf nicht behindern oder vorzeitig unterbinden. - Punktegleichstand
Bei Turnieren muss bei Punktgleichstand ein Sieger ermittelt werden. Es ist demjenigen der Sieg zu geben, der vom sportlichen Gesichtspunkt die überwiegend bessere Technik und Taktik oder die bessere Verteidigung gezeigt hat (nach den vorgegebenen Kriterien).
§ 11: Wertungen
- Ippon (10 Punkte, Abbruchsieg)
- Ein Wettkämpfer, der seinen Gegner mit einer erlaubten Technik so trifft, dass dieser nicht in der Lage ist, den Kampf innerhalb von 10 Sekunden fortzusetzen, erhält einen Ippon. Diese Entscheidung beendet den Kampf (KO).
- Wenn ein Wettkämpfer den Kampfrichter darüber informiert, dass er sich (durch erlaubte Techniken des Gegners) geschlagen gibt, erhält sein Gegner Ippon. Im Falle von Shime Waza oder Kansetsu Waza kündigt der Wettkämpfer seine Aufgabe durch mindestens zweimaliges Anklatschen des Gegners oder der Matte mit der Hand an ("Abschlagen"). Er kann seine Aufgabe auch durch Zuruf mitteilen. Damit wird der Wettkampf sofort abgebrochen und der Gegner erhält Ippon.
Der Kampfrichter kann den Kampf auch dann abbrechen, wenn einer der Wettkämpfer sichtlich nicht (mehr) in der Lage ist, den Kampf fortzusetzen. Der Kampfrichter kann (!) den Wettkampfarzt konsultieren, der prüft, ob der Wettkämpfer kampffähig ist. Im Falle des Abbruchs erhält der Gegner Ippon.
- Waza-ari (6 Punkte)
Ein Wettkämpfer, der seinen Gegner mit einer erlaubten Technik so effektiv trifft, dass dieser angezählt werden muss, aber in der Lage ist, den Kampf innerhalb von 10 Sekunden fortzusetzen, erhält Waza-ari. Falls der getroffene Wettkämpfer den Eindruck vermittelt, dass er zu angeschlagen ist, um den Kampf fortzusetzen, kann der Kampfrichter in Rücksprache mit den Punktrichtern den Kampf abbrechen. Der Kampfrichter kann (!) den Wettkampfarzt konsultieren, der prüft, ob der Wettkämpfer kampffähig ist. Im Falle des Abbruchs erhält der Gegner Ippon.
Anmerkung: Nach dreimaligem Anzählen in einer Runde ist der Kampf zum Schutze des Kämpfers abzubrechen ("Ippon"). - Yuko (3 Punkte)
Ein Feger, Wurf oder andere Technik, die den Gegner zu Boden bringt, gefolgt von zwei exakt ins Ziel gebrachten Non-Contact "Kime"-Fauststößen (innerhalb von 2 Sekunden nach dem Wurf) wird mit Yuko gewertet. - Einzelpunkte
- Jede gelungene Wurftechnik (der Wurf muss als solcher erkennbar sein)
- wenn ein Wettkämpfer seinen Gegner mit einer erlaubten Technik zwar verletzt, diese Technik aber keinen Yuko wert ist, erhält er einen Punkt.
- Fällt ein Wettkämpfer während des Ausführens einer Technik, kann sein Gegner 1 Punkt erhalten, wenn er innerhalb von 2 Sekunden zwei exakt ins Ziel gebrachte Non-Contact-Fauststöße ausführt.
- Entscheidung bei Verletzung beider Wettkampfteilnehmer
Verletzen sich zwei Wettkämpfer gegenseitig, leiden sie an Verletzungen, die sie bei den vorangegangenen Kämpfen erlitten haben, oder erklärt sie der Turnierarzt als nicht (mehr) kampffähig, gewinnt der Kämpfer, der bis dahin die meisten Punkte erzielt hat.
§ 12: Ermahnungen und Strafen
- Regelverletzungen werden — je nach Schwere der Regelverletzung — mit Ermahnungen, Minuspunkten oder Disqualifikation geahndet.
- Minuspunkte sollten in der Regel nur nach vorangehenden Ermahnungen ausgesprochen werden.
- Drei Minuspunkte führen automatisch zur Disqualifikation.
Beispiel: Ermahnung — Ermahnung — Minuspunkt — Minuspunkt — Disqualifikation. - Ein Minuspunkt muss deutlich mit erhobenem Finger und einer folgenden Abwärtsbewegung vor dem Kämpfer zum Ausdruck gebracht werden und jedem Punktrichter einzeln angezeigt werden.
- Jeder unbeabsichtigte Angriff oder Kontakt zum Hinterkopf des Gegners, zum Kehlkopf oder Nacken mit der offenen Hand, Faust oder irgend einem Teil des Arms, welcher beim Getroffenen mindestens Wirkung zeigt, wird mit einem Minuspunkt geahndet.
- Jeder beabsichtigte Angriff zum Hinterkopf des Gegners, zum Kehlkopf oder Nacken mit der offenen Hand, Faust oder irgend einem Teil des Arms, welcher beim Getroffenen mindestens Wirkung zeigt, führt Disqualifikation (Hansoku) nach sich.
Anmerkung: Es ist nicht möglich, den zu disqualifizierenden vor der Disqualifikation dadurch zu schützen, dass der andere Wettkämpfer aufgibt oder sein Coach das Handtuch wirft. In diesem Falle würde die Disqualifikation dennoch ausgesprochen werden, und der Aufgebende für den Rest des Turniers gesperrt werden.
- Jogai Chui
Jogai bezieht sich auf die Situation, wenn sich ein Wettkämpfer mit einem Fuß außerhalb der Wettkampffläche befindet. Eine Ausnahme besteht dann, wenn er durch seinen Gegner aus der Kampffläche hinausgedrängt wird.
Diese Regel wurde geschaffen um zu verhindern, dass Wettkämpfer durch beabsichtigtes Heraustreten aus der Wettkampffläche den Kampf vermeiden, bzw. sich durch passives "Herausdrängen" lassen immer wieder eine Verschnaufpause genehmigen wollen.- Beim ersten absichtlichen Verlassen der Kampffläche wird ermahnt
- Beim zweiten absichtlichen Verlassen der Kampffläche: 1 Minuspunkt
- Beim dritten absichtlichen Verlassen der Kampffläche: 1 Minuspunkt
- Beim vierten absichtlichen Verlassen der Kampffläche: Disqualifikation (Hansoku)
- Hansoku
Disqualifikation
– Diese Wettkampfregeln treten mit Wirkung vom 20. Juni 2003 in Kraft –
Kyokushin Knockdown (Vollkontakt-Karate)
§ 1: Turnierarten
- A-Klassen-Turniere
- ab Bundesmeisterschaften aufwärts
- internationale Turniere
- Ländervergleichskämpfe
- B-Klassen-Turniere
- Landesmeisterschaften
- Bezirksmeisterschaften
- Bezirksvergleichskämpfe
§ 2: Teilnahme an Wettkämpfen
Startberechtigt ist jeder Kämpfer, der einen gültigen Sportpass mit sportärztlichem Attest des Jahres, in dem der Wettkampf stattfindet besitzt, und die erforderliche Befähigung für die Teilnahme an Turnieren der Art besitzt, wie sie in den Punkten §1, 1–4 aufgeführt sind.
- Mindest-/Höchstalter
Das Mindestalter: 16 Jahre (bzw. Jahr, in dem der Wettkampfteilnehmer 16 Jahre alt wird).
Das Höchstalter: ... wird gegebenenfalls durch den Turnierarzt bestimmt: Jeder Wettkampfteilnehmer muss sich vor dem Wettkampf ärztlich untersuchen lassen (in Deutschland: Ärztliches Attest vorlegen). - Mindestausbildung
Teilnahme an A-Klassen-Turnieren
Jeder Wettkampfteilnehmer muss mindestens Inhaber des 4. Kyu sein oder seit mindestens zwei Jahren aktiv Karate trainieren.
Teilnahme an B-Klassen-Turnieren
Jeder Wettkampfteilnehmer muss mindestens Inhaber des 8. Kyu sein oder seit mindestens einem Jahre aktiv Karate trainieren. - Ausschluss bei Eigengefährdung
- Sportler, die ein besonders hohes Mass an Eigengefährdung durch gesundheitliche Beeinträchtigungen haben bzw. eine unkalkulierbare Gefährdung für ihre Gegner darstellen, sowie Brillenträger und Taubstumme, dürfen nicht als Wettkampfteilnehmer und Kampfrichter eingesetzt werden.
- Das Tragen weicher Haftschalen ist erlaubt.
- Jeder Sportler hat einen "Kopf-KO", den er — unabhängig von den Umständen — innerhalb von vier Wochen vor dem Turnier erhalten hat, ohne Aufforderung vor dem Turnier der Turnierleitung zu melden.
- Ausschlaggebend ist in jedem Fall die ärztliche Bescheinigung der Kampfsportfähigkeit.
- Kenntnis der Wettkampfregeln
Sportler, die das Regelwerk der KYOKUSHIN BUDO KAI INTERNATIONAL / GERMANY nicht kennen, können vom Wettkampf ausgeschlossen werden. - Meldung
Zur Teilnahme an Turnieren der KYOKUSHIN BUDO KAI INTERNATIONAL / GERMANY sind ausschließlich von ihrem Dojo schriftlich gemeldete Sportler zugelassen.
Alles Weitere ist den jeweiligen Ausschreibungen zu entnehmen.
Für Kämpfer unter 18 Jahren ist mit der Meldung das im Anhang befindliche Formblatt von einem Erziehungsberechtigten unterschrieben abzugeben. - Doping
- Die sich aus den Richtlinien des DSB zur Bekämpfung des Dopings ergebenden Pflichten treffen alle Sportler/Innen, Trainer, Ärzte, Betreuer.
- Verboten sind alle auf der Liste des DSB aufgeführten Substanzen.
- Der Verstoß gegen diese Bestimmungen zieht die Disqualifikation des Kämpfers nach sich.
§ 3: Richtlinien zum Turnierstart und der Gewichtsklassen
- Wettkampfarzt
Solange kein Wettkampfarzt anwesend ist darf kein Turnier begonnen oder durchgeführt werden. - Betreuer
Es ist nicht erlaubt, am Wettkampftag sowohl als Betreuer (Coach) seiner Wettkampfteilnehmer als auch als Wettkampfoffizieller tätig zu sein. - Haftung
Weder die Organisatoren noch die Ausrichter des Turniers können in irgend einer Form für Verletzungen oder Schäden, die im Verlaufe des Turniers auftreten, zur Verantwortung gezogen werden. Falls Versicherung gewünscht wird, liegt es in der Eigenverantwortung des Wettkampfteilnehmers, sich um persönlichen Versicherungsschutz zu bemühen. - Mindestteilnehmer
- Haben sich in einer Gewichtsklasse zu Turnieren oder Meisterschaften nur 2 Kämpfer gemeldet, muss ein Kampf stattfinden.
- Beim Start von 3 Kämpfern erhält einer ein Freilos.
- Gemeldete Klasse / Zusammenstellung der Kampfpaarungen
- Ein Kämpfer darf nur in einer Gewichtsklasse gemeldet werden. Er darf nur in der gemeldeten Klasse kämpfen.
- Der Kämpfer darf nur in der seinem Gewicht entsprechenden Klasse oder maximal eine Klasse höher starten, wenn in seiner Klasse nur er gemeldet ist.
- Die Kampfpaarungen eines Turniers werden durch Auslosung festgelegt. Vor der Auslosung können Favoriten vom Bundestrainer/Delegierten gesetzt werden.
- Sportpass
Der Sportpass ist vor jedem Kampf am Wettkampftisch abzugeben und nach dem Kampf von dort wieder abzuholen. - Gewichtskontrolle
- Zum Wiegen dürfen nur geeichte digitale Waagen verwendet werden.
- Überschreitet ein Kämpfer das Gewicht für die gemeldete Klasse bzw. bringt er es nicht bis zum Schluss der offiziellen Wiegezeit, wird er vom Wettkampf ausgeschlossen.
- Die offizielle Wiegezeit muss mindestens 1 Stunde betragen.
- Wiegen dürfen nur vom Verband eingesetzte offizielle Vertreter.
- Die Kämpfer/Innen sollten zum Wiegen unter der Sportkleidung Badesachen tragen, um sich bei Gewichtsproblemen gegebenenfalls bis auf diese ausziehen zu können.
- Gewichtsklassen
Herren:
unter 65 kg - Leichtgewicht
unter 75 kg - Mittelgewicht
unter 85 kg - Leicht-Schwergewicht
unter 95 kg - Schwergewicht
über 95 kg - Superschwergewicht
Damen:
unter 55 kg - Leichtgewicht
unter 60 kg - Mittelgewicht
unter 65 kg - Leicht-Schwergewicht
unter 70 kg - Schwergewicht
über 70 kg - Superschwergewicht - Kleidung der Kämpfer/Innen
- Die Wettkämpfer/Innen tragen einen sauberen, weißen Gi.
- Ein Wettkämpfer trägt einen blauen Gürtel (Shiro), der andere einen roten Gürtel (Aka).
- Das Tragen von zugelassenen Handschuhen, Ellbogenschützern, Helm, Tiefschutz, Zahnschutz, (weichen) Schienbeinschonern ist Pflicht.Die Schienbeinschoner dürfen mit Spannschutz versehen sein.
- Im Falle von während des Turniers aufgetretenen Verletzungen dürfen Bandagen oder anderes schützendes Material angelegt werden. Die Entscheidung darüber, ebenso darüber, ob der Verletzte überhaupt noch kampffähig ist, liegt beim Turnierarzt. Seine Entscheidung ist bindend.
- Finger- und Fußnägel müssen kurz geschnitten sein. Es darf kein Schmuck oder Ähnliches getragen werden.
- Brillen dürfen nicht getragen werden. Das Tragen von Kontaktlinsen ist - auf eigene Gefahr und eigenes Risiko - erlaubt.
- Das Tragen nicht satzungsgemäßer Kleidung sowie nicht vorschriftsmäßiger Schutzausrüstung führt zur Disqualifikation des Wettkämpfers.
§ 4: Schutzbestimmungen
- Schutzausrüstung
- Ein Wettkampf darf nur ausgetragen werden, wenn die Kämpfer/Innen die komplette Schutzausrüstung tragen.
- Die Schutzausrüstung besteht aus:
- Schienbeinschützer (Spannschutz ist erlaubt)
- bei Männern Tiefschutz / bei Frauen Brustschutz mit Hartschalen (jeweils unter dem Gi zu tragen)
- Zahnschutz
- Die Schutzausrüstung ist vor jedem Kampf vom Hauptkampfrichter zu überprüfen.
- Fehlt bei Bundesturnieren ein Teil der Schutzausrüstung, ist der Kämpfer/die Kämpferin zu disqualifizieren. Bei Landesturnieren und darunter ist eine Minute Zeit zu geben, die Ausrüstung zu komplettieren. Bleibt die Ausrüstung auch danach unvollständig, erfolgt Disqualifikation.
- Ausgezählte Kämpfer/Innen
Ausgezählte Kämpfer/Innen müssen anschließend vom Arzt untersucht werden. Dieser entscheidet über entsprechend notwendige Folgemaßnahmen. - Festlegung einer Schutzsperre
- Kämpfer/Innen, die nach Kopftreffern ausgezählt werden, unterliegen automatisch der Schutzsperre. Dies unabhängig davon, wie die Kampfunfähigkeit entstanden ist.
- Eine Schutzsperre erfolgt auch für einen Kämpfer nach Abbruchniederlage infolge sportlicher Überlegenheit des Gegners, wenn folgende Voraussetzungen gegeben sind:
- Der ärztliche Untersuchungsbefund macht eine Schutzsperre notwendig.
- Der Kämpfer/die Kämpferin hat drei mal in Folge durch sportliche Überlegenheit des Gegners/ der Gegnerin verloren.
- Dauer der Schutzsperre
- Bei einem Kopf-KO oder drei aufeinanderfolgenden Abbruchniederlage infolge sportlicher Überlegenheit des Gegners beträgt die Schutzsperre mindestens einen Monat.
- Bei zwei Kopf-KO´s innerhalb von 3 Monaten beträgt die Schutzsperre mindestens 3 Monate
- Bei drei aufeinanderfolgenden Kopf-KO´s beträgt die Schutzsperre mindestens ein Jahr
- Alle Schutzsperren beginnen mit dem Tag der Niederlage
- Anmerkung: Es darf kein Kämpfer gemeldet werden, der im Training 4 Wochen vor dem Turnier einen Kopf-KO erlitten hat. Jeder Trainer ist verpflichtet, den Sportler/die Sportlerin sofort einer ärztlichen Untersuchung zuzuführen.Jede/r Karateka, der/die in die unter a) -d) genannten Bereiche fällt, darf nach der Schutzsperre erst dann wieder an Wettkämpfen teilnehmen, wenn er/sie zuvor sportärztlich auf seine Wettkampftauglichkeit untersucht wurde (Passvermerk!).
§ 5: Erlaubte Ziele
Folgende Ziele und Körperpartien dürfen mit den erlaubten Kampftechniken angegriffen werden:
- Faust- und Ellenbogentechniken
- Schulter und Arme
- Oberkörper
- Bauch, Unterleib
- Rippen
- Oberschenkel
- Bein-, Knie- und Fußtechniken
- Kopfseiten
- Gesicht
- Schulter und Arme
- Oberkörper
- Bauch, Unterleib
- Rippen
- Oberschenkel
- Schienbeine
- Waden
§ 6: Verbotene Aktionen und Techniken
Die folgenden Punkte können bis zur Disqualifikation führen. Die Entscheidung darüber liegt im alleinigen Ermessen des Hauptkampfrichters. Gegen diese Entscheidung kann der disqualifizierte Wettkämpfer durch seinen Coach beim Kampfrichterobmann Protest einlegen. Dieser wird nach Rücksprache mit den Kampfrichtern die Fortsetzung des Kampfes zulassen oder die vorherige Entscheidung (der Disqualifikation) bestätigen. Die Entscheidung des Kampfrichterobmanns ist endgültig.
- Die folgenden Techniken sind verboten und sollten entsprechend der Ernsthaftigkeit und Stärke der Anwendung geahndet werden:
- Angriffe zum Hinterkopf, zum Kehlkopf oder Nacken; mit der offenen Hand Angriffe auf die Augen
- In den Genitalbereich treten
- Kopfstöße
- Tritte auf das Kniegelenk
- Fußstöße (gerade Tritte) zu den Beinen
- Angriffe auf den Rücken
- Nachdem man geworfen wurde, vom Boden aus angreifen. Allerdings: Die Wettkämpfer dürfen sich schützen!
- Einen niedergeschlagenen Gegner treten oder schlagen; es sei denn, der Angriff folgt einem Feger oder einer Wurftechnik, in diesem Fall sind Non-Contact "Kime"-Fauststöße erlaubt
- Mehr als 15 Sekunden Inaktivität
- Jede andere Technik oder Aktion, die vom Kampfrichter als verboten oder unfair gehalten wird.
- Das folgende Verhalten ist verboten und wird entsprechend der Schwere geahndet:
- Den Anweisungen des Kampfrichters nicht zu folgen
- Häufiges Verlassen der Wettkampffläche (Jogai)
- Bewusstes "Zeitschinden"
- Die Wirkung einer verbotenen Technik übertreiben ("Schauspielerei")
- Unsportliches Verhalten
- Haare ziehen, beißen, quetschen etc.
- Greifen oder Zerren ohne einer damit verbundenen Kampftechnik
- Die Wettkämpfer dürfen ihren Gegner nicht länger als 2 Sekunden halten oder während sie (maximal) 2 Techniken ausführen. Das Greifen und Festhalten des Gegners muss unmittelbar mit einer Technik verbunden sein.
- Der Kämpfer darf sich nicht von seinem Gegner wegdrehen. Drehtechniken bilden eine Ausnahme von dieser Regel.
- Die Coaches der Wettkämpfer bleiben während der Kampfzeit ruhig auf ihren Stühlen sitzen. Sie dürfen weder durch Wort noch Tat noch durch Zeichen in das Wettkampfgeschehen eingreifen. Falls der Coach gegen diese Regel verstößt, wird sein/ihr Kämpfer entsprechend der Regeln durch Punktabzug bestraft.
- Wettkampfteilnehmer, die nicht oder zu spät an der Wettkampffläche antreten, können automatisch disqualifiziert werden.Die Wettkämpfer werden maximal 2 x in 30-Sekunden-Abstand und 1 x in 1-Minute-Abstand aufgerufen.
§ 7: Kampfrichter und Kampfgericht
- Bekleidung der Kampfrichter
- Die Kampfrichter müssen Kampfrichterkleidung tragen: - schwarze ungemusterte Hose
- ein kurzärmeliges weißes Hemd
- Turnschuhe / sportliche Halbschuhe
- dunkle Fliege bzw. Krawatte - Der Hauptkampfrichter darf in seiner Funktion keine Gegenstände tragen, die bei notwendigem Eingreifen zu Verletzungen bei den Kämpfern führen könnten (z. B. Brillen, Uhren, Gürtel mit großen Schnallen, etc.)
- Die Kampfrichter müssen Kampfrichterkleidung tragen: - schwarze ungemusterte Hose
- Das Kampfgericht
- Das Kampfgericht besteht aus
- Kampfrichterreferent
- Kampfflächenleiter
- Hauptkampfrichter
- drei Seitenkampfrichter (Punktrichter)
- Das Erweiterte Kampfgericht besteht aus
- Zeitnehmer
- Listenführer
- Ringsprecher
- Ringarzt bzw. Sanitätsteam
- Das Kampfgericht besteht aus
§ 8: Kampffläche
- Die Kampffläche misst 8 x 8 Meter
- Sie soll von einer mindestens 1 Meter breiten neutralen Zone umgeben sein.
- Sowohl die Kampffläche als auch die neutrale Zone müssen mit einer Tatami abgedeckt sein.
- Die neutrale Zone soll aus einer anderen Farbe als die Kampffläche bestehen.
- Um die neutrale Zone muss sich ein weiterer - 3 Meter breiter - Sicherheitsbereich befinden. Nur Kampfrichter, der zugelassene Coach und Offizielle (Veranstalter) dürfen diesen Bereich betreten.
- Den Coaches wird jeweils ein Stuhl zur Verfügung gestellt. Es steht zwei Meter von der Kampffläche entfernt, direkt hinter dem zu betreuenden Kämpfer. Der Coach darf seinen (Sitz-) Platz während des Turniers nicht verlassen.
© Coach
[PR] Punktrichter
HKR Hauptkampfrichter
Shiro Kämpfer, weißer Gürtel
Aka Kämpfer, roter Gürtel
§ 9: Dauer des Wettkampfes
- Die Vorkämpfe dauern 2 Runden zu je 2 Minuten mit 1 Minute Pause dazwischen.
- Nach Ablauf dieser Zeit müssen die Seitenkampfrichter eine Entscheidung fällen (Unentschieden ist nicht möglich).
- Die Finalkämpfe dauern 3 Runden zu je 2 Minuten. Nach Ablauf dieser Zeit müssen die Seitenkampfrichter eine Entscheidung fällen (Unentschieden ist nicht möglich).
- Die Zeitmessung beginnt mit dem Kommando "Hajime" durch den Hauptkampfrichter und wird unterbrochen durch das Kommando "Yame".
- Das durch den Zeitnehmer ausgelöste Signal (Gong oder Summer) muss klar hörbar sein. Die Wettkämpfer haben nur auf die Kommandi des Kampfrichters zu hören.
- Eine effektive Technik, die zur gleichen Zeit mit dem Schlußsignal der Runde oder des Wettkampfes ausgeführt wird, gilt als gültig.
Ein Angriff – auch wenn er effektiv ist – der nach dem Kommando zur Unterbrechung oder zum Stopp des Wettkampfes ausgeführt wurde, wird nicht gewertet und kann zur Bestrafung des Ausführenden führen. - Eine Technik, die ausgeführt wird, während sich einer oder beide Wettkämpfer außerhalb der Wettkampffläche und der neutralen Zone befinden, wird nicht gewertet. Wird diese Technik allerdings im Verlaufe einer "fließenden" Kombination ausgeführt, führt sie zur Wertung.
§ 10: Entscheidungskriterien
- Bewertung
- Jede Runde ist durch jeden Punktrichter einzeln mit mechanischen Zählern zu bewerten. Am Ende jeder Runde werden die Trefferpunkte in den Punktezettel eingetragen.
- Die Bewertung einer Runde soll nach der Anzahl der tatsächlichen Treffer erfolgen. Außerdem kann nach jeder Runde ein Hilfspunkt für die bessere Technik und Taktik vergeben werden, der sich nach folgenden Kriterien zusammensetzt:
- Wirksamkeit der Angriffe
- Kombinationsfähigkeit
- Sauberkeit des Kampfstils
- überlegene Kampftechnik und -taktik
- Vielseitigkeit (Fuß-, Faust, Wurftechniken)
- Gesamteindruck der sportlichen Leistung (Kampfgeist, Siegeswillen)
- Am Ende des Kampfes werden die Trefferpunkte addiert. Sieger ist der Kämpfer, welcher am Ende die höhere Punktzahl hat.
- Kriterien für Ermahnungen und Minuspunkte
- Nur der Hauptkampfrichter kann Ermahnungen und Minuspunkte vergeben
- Kriterien:
- ständiges Klammern
- unerlaubte Techniken
- grobe Unsportlichkeit
- Passivität
- Flucht und Kampfvermeidung
- Wertung eines Minuspunktes
Erhält ein Kämpfer einen Minuspunkt, so haben die Kampfrichter auf ihren Punktezetteln 3 Trefferpunkte abzuziehen. - Wertung einer Nahkampfserie
Jeder Nahkampf, bei dem Einzeltreffer nicht mehr erkennbar sind, ist ohne Berücksichtigung von Einzeltreffern nach seinem Gesamteindruck zu bewerten. Um den besseren Nahkämpfer nicht zu benachteiligen, soll der Ringrichter einen sich entwickelnden Nahkampf nicht behindern oder vorzeitig unterbinden. - Punktegleichstand
Bei Turnieren muss bei Punktgleichstand ein Sieger ermittelt werden. Es ist demjenigen der Sieg zu geben, der vom sportlichen Gesichtspunkt die überwiegend bessere Technik und Taktik oder die bessere Verteidigung gezeigt hat (nach den vorgegebenen Kriterien).
§ 11: Wertungen
- Ippon (10 Punkte, Abbruchsieg)
- Ein Wettkämpfer, der seinen Gegner mit einer erlaubten Technik so trifft, dass dieser nicht in der Lage ist, den Kampf innerhalb von 10 Sekunden fortzusetzen, erhält einen Ippon. Diese Entscheidung beendet den Kampf (KO).
- Wenn ein Wettkämpfer den Kampfrichter darüber informiert, dass er sich (durch erlaubte Techniken des Gegners) geschlagen gibt, erhält sein Gegner Ippon. Er kann seine Aufgabe auch durch Zuruf mitteilen. Damit wird der Wettkampf sofort abgebrochen und der Gegner erhält Ippon.
Der Kampfrichter kann den Kampf auch dann abbrechen, wenn einer der Wettkämpfer sichtlich nicht (mehr) in der Lage ist, den Kampf fortzusetzen. Der Kampfrichter kann (!) den Wettkampfarzt konsultieren, der prüft, ob der Wettkämpfer kampffähig ist. Im Falle des Abbruchs erhält der Gegner Ippon.
- Waza-ari (6 Punkte)
Ein Wettkämpfer, der seinen Gegner mit einer erlaubten Technik so effektiv trifft, dass dieser angezählt werden muss, aber in der Lage ist, den Kampf innerhalb von 10 Sekunden fortzusetzen, erhält Waza-ari. Falls der getroffene Wettkämpfer den Eindruck vermittelt, dass er zu angeschlagen ist, um den Kampf fortzusetzen, kann der Kampfrichter in Rücksprache mit den Punktrichtern den Kampf abbrechen. Der Kampfrichter kann (!) den Wettkampfarzt konsultieren, der prüft, ob der Wettkämpfer kampffähig ist. Im Falle des Abbruchs erhält der Gegner Ippon.
Anmerkung: Nach dreimaligem Anzählen in einer Runde ist der Kampf zum Schutze des Kämpfers abzubrechen ("Ippon"). - Yuko (3 Punkte)
Ein Feger, Wurf oder andere Technik, die den Gegner zu Boden bringt, gefolgt von zwei exakt ins Ziel gebrachten Non-Contact "Kime"-Fauststößen (innerhalb von 2 Sekunden nach dem Wurf) wird mit Yuko gewertet. - Einzelpunkte
- Jede gelungene Wurftechnik (der Wurf muss als solcher erkennbar sein)
- wenn ein Wettkämpfer seinen Gegner mit einer erlaubten Technik zwar verletzt, diese Technik aber keinen Yuko wert ist, erhält er einen Punkt.
- Fällt ein Wettkämpfer während des Ausführens einer Technik, kann sein Gegner 1 Punkt erhalten, wenn er innerhalb von 2 Sekunden zwei exakt ins Ziel gebrachte Non-Contact-Fauststöße ausführt.
- Entscheidung bei Verletzung beider Wettkampfteilnehmer
Verletzen sich zwei Wettkämpfer gegenseitig, leiden sie an Verletzungen, die sie bei den vorangegangenen Kämpfen erlitten haben, oder erklärt sie der Turnierarzt als nicht (mehr) kampffähig, gewinnt der Kämpfer, der bis dahin die meisten Punkte erzielt hat.
§ 12: Ermahnungen und Strafen
- Regelverletzungen werden — je nach Schwere der Regelverletzung — mit Ermahnungen, Minuspunkten oder Disqualifikation geahndet.
- Minuspunkte sollten in der Regel nur nach vorangehenden Ermahnungen ausgesprochen werden.
- Drei Minuspunkte führen automatisch zur Disqualifikation.
Beispiel: Ermahnung — Ermahnung — Minuspunkt — Minuspunkt — Disqualifikation. - Ein Minuspunkt muss deutlich mit erhobenem Finger und einer folgenden Abwärtsbewegung vor dem Kämpfer zum Ausdruck gebracht werden und jedem Punktrichter einzeln angezeigt werden.
- Jeder unbeabsichtigte Angriff oder Kontakt zum Hinterkopf des Gegners, zum Kehlkopf oder Nacken mit der offenen Hand, Faust oder irgend einem Teil des Arms, welcher beim Getroffenen mindestens Wirkung zeigt, wird mit einem Minuspunkt geahndet.
- Jeder beabsichtigte Angriff zum Hinterkopf des Gegners, zum Kehlkopf oder Nacken mit der offenen Hand, Faust oder irgend einem Teil des Arms, welcher beim Getroffenen mindestens Wirkung zeigt, führt Disqualifikation (Hansoku) nach sich.
Anmerkung: Es ist nicht möglich, den zu disqualifizierenden vor der Disqualifikation dadurch zu schützen, dass der andere Wettkämpfer aufgibt oder sein Coach das Handtuch wirft. In diesem Falle würde die Disqualifikation dennoch ausgesprochen werden, und der Aufgebende für den Rest des Turniers gesperrt werden.
- Jogai Chui
Jogai bezieht sich auf die Situation, wenn sich ein Wettkämpfer mit einem Fuß außerhalb der Wettkampffläche befindet. Eine Ausnahme besteht dann, wenn er durch seinen Gegner aus der Kampffläche hinausgedrängt wird.
Diese Regel wurde geschaffen um zu verhindern, dass Wettkämpfer durch beabsichtigtes Heraustreten aus der Wettkampffläche den Kampf vermeiden, bzw. sich durch passives "Herausdrängen" lassen immer wieder eine Verschnaufpause genehmigen wollen.- Beim ersten absichtlichen Verlassen der Kampffläche wird ermahnt
- Beim zweiten absichtlichen Verlassen der Kampffläche: 1 Minuspunkt
- Beim dritten absichtlichen Verlassen der Kampffläche: 1 Minuspunkt
- Beim vierten absichtlichen Verlassen der Kampffläche: Disqualifikation (Hansoku)
- Hansoku
Disqualifikation
– Diese Wettkampfregeln treten mit Wirkung vom 20. Juni 2003 in Kraft –
Kyokushin Kata
§ 1: Wettkampffläche
- Die Wettkampffläche muss eben und so beschaffen sein, dass Gefährdungen ausgeschlossen sind.
- Die Wettkampffläche muss eine Größe haben, die die reibungslose Vorführung der Kata erlaubt.
Erklärung: Fur eine reibungslose Vorführung der Kata ist eine standfeste, glatte Oberfläche erforderlich. Die Größe der Kampffläche sollte etwa 10 x 10 Meter betragen.
§ 2: Kleidung
- Wettkämpfer und Kampfrichter müssen die offizielle Kleidung tragen, so wie sie in den Kumite Regeln definiert ist.
- Wettkämpfer, die sich nicht an diese Regelung halten, werden von der Teilnahme ausgeschlossen.
- Wettkämpfer, die nicht korrekt gekleidet antreten, erhalten eine Minute Zeit, ihre Kleidung in Ordnung zu bringen.
§ 3: Altersgruppen
Jugend B, männlich: 8 - 12 Jahre
Jugend A, männlich: 13 - 15 Jahre
Jugend B, weiblich: 8 - 12 Jahre
Jugend A, weiblich: 13 - 15 Jahre
Herren: ab 16 Jahre
Damen: ab 16 Jahre
In dem Jahr, in dem der Wettkämpfer die Obergrenze seiner Altersgruppe erreicht, kann er in einer der beiden Altersgruppen (aktuelle oder ältere) starten. Es kann aber nur in einer Altersgruppe angetreten werden.
§ 3: Organisation
- Im Kata Wettkampf gibt es Mannschafts- and Einzeldisziplinen. Die Mannschaftswettbewerbe bestehen aus Teams mit je 3 Personen. Jede Mannschaft ist ausschliesslich männlich oder weiblich.
- Die einzelnen Disziplinen sollen getrennt voneinander durchgeführt werden.
- Es wird das "Vorrunden-/Finalrundensystem" angewendet.Ins Finale kommen die ersten vier der jeweiligen Altersklasse.
- In der Vorrunde muss eine Kata aus der Gruppe der "Pflicht Kata Vorrunde", in der Finalrunde muss eine Kata aus der Gruppe der "Pflicht Kata Finalrunde" gezeigt werden. Die Pflichtkata sind im Anschluß an diese Regeln aufgeführt.
- Der Wettkampftisch wird über die gewählte Kata in Kenntnis gesetzt.
- Eine bereits gezeigte Kata darf nicht wiederholt werden. Ungeachtet dessen kann der Veranstalter eine andere Regelung bestimmen.
- Sonderregel: Vor Beginn des Wettbewerbs mit mit der Turnierleitung bzw. dem Veranstalter abgesprochen, ob ein Finallauf erforderlin ist. Aus Gründen der Zeitersparnis kann die Wertung des ersten Laufes gleich als Endergebnis herangezogen werden.In diesem Fall ist es den Teilnehmern freigstellt, aus welcher Gruppe sie ihre Kata wählen.
§ 4: Kampfgericht
- Das Kampfgericht setzt sich aus einem Hauptkampfrichter und mindestens zwei, wenn möglich vier Seitenrichtern zusammen. Zusätzlich ist je Kampffläche ein Listenführer eingesetzt.Alle Kampfrichter sitzen - mit einem Sicherheitsabstand von einem Meter - nebeneinander frontal zur Kampffläche.
- Die Kampfrichter werten unabhängig voneinander.
- Zusätzlich werden Schreiber für die Wertungen and Ansager/Sprecher eingesetzt.
- Der Listenführer addiert die von den Kampfrichtern angezeigten Ergebnisse und gibt sie bekannt.
§ 5: Entscheidungskriterien
- Die Kata muss mit Kompetenz ausgeführt werden and ein klares Verständnis der Prinzipien zeigen, welche in ihr enthalten sind.
Bei der Bewertung der Ausführung durch einen Wettkämpfer oder eine Mannschaft haben die Kampfrichter auf folgendes zu achten:- Timing
- Rhythmus
- Geschwindigkeit
- Balance
- Krafteinsatz
- Korrekte Atmung
- Kime, Konzentration
- Korrekte Stellungen
- Korrekte Ausführung der Techniken
- Im Mannschaftswettbewerb ist ein weiterer Wertungsfaktor die Synchronität ohne Hilfe (Einsatzzeichen)
Erklärung: Kommandos zum Start und zur Beendigung der Vorführung, Aufstampfen der Füße, Schlagen auf Brust, Arme oder Karate-Gi sind Beispiele für externe Zeichen and müssen bei der Entscheidungsfindung von den Kampfrichtern berücksichtigt werden.
§ 6: Durchführung
- Alle Wettkämpfer der aufgerufenen Gruppe haben sich an der den Kampfrichtern entgegengesetzen Kampfflächenseite aufzuhalten.
- Nach Aufruf des Namens hat der Wettkämpfer in respektvollem Abstand vor die Kampfrichter zu treten, zu grüßen und sich vorzustellen.
- Die Vorstellung beinhalten den Namen und Vornamen des Wettkämpfers, sowie den Namen und Ort der Schule oder des Vereins.
- Wenn die Kata nicht regelkonform gezeigt wird, oder andere Irregularitäten beinhaltet, ruft der Hauptkampfrichter die Seitenkampfrichter zu sich, urn ein Urteil zu fällen.
- Nach Beendigung der Kata grüßt der Wettkämpfer das Kampfgericht, um nach Bekanntgabe der Wertung die Kampffläche wieder zu verlassen.
§ 7: Bewertung
- Jeder Wettkämpfer ist auf dem Wertungsbogen in der Reihenfolge seines Auftritts mit seinem Namen/Dojo einzutragen.
- Die Wertung erfolgt in Einzelnoten von 0 - 3 (Einzelschritte in Zehntelnoten sind möglich). Das Ergebnis ist auf dem Wertungsbogen zu vermerken und nach der Verkündung auf der Anzeigetafel einzutragen.
- Bei voller KR-Besetzung (5 KR)wird die höchste und niedrigste Wertung gestrichen.
- Bei Punktgleichstand zweier Wettkämpfer müssen diese ins Stechen. Es wird eine Kata aus der Gruppe "Pflicht Kata Vorrunde" ausgelost, die beide Wettkämpfer vorführen müssen. Hierbei entscheiden sich die Kampfrichter mit Handzeichen für den Sieger.
- Bricht ein Wettkämpfer seinen Lauf ab, ist seine Leistung mit "0" zu bewerten. Der Start kann nicht wiederholt werden (in der Altersgruppe "Jugend B" kann das Kampfgericht von dieser Regel eine Ausnahme machen).
- Das "Hängenbleiben" eines Wettkämpfers wird — je nach Erkennbarkeit — mit mindestens 0,1 Punkt Abzug geahndet.
Liste der Kyokushin Pflicht Kata Vorrunde
- Pinan Sono Ichi
- Pinan Sono Ni
- Pinan Sono San
- Pinan Sono Chi
- Pinan Sono Go
- Geksai Dai
- Tsuki No Kata
Liste der Kyokushin Pflicht Kata Finalrunde
- Sanchin No Kata
- Tsuki No Kata
- Geksai Dai
- Geksai Sho
- Yantsu
- Tsuki No Kata
- Saifa
- Tensho
- Seienchin
- Kanku Dai
- Garyu
- Seipai
- Sushi Ho
Kampfregeln und Formulare zum Herunterladen
Wettkampfregeln Download:
Inhalt:
- Kyokushin Budo Kai
- Kyokushin Knock Down
- Kyokushin Kata
Formulare Download
Inhalt:
- Poolliste
- Punkrichter-Zettel
- "Checklist" für das Ausrichten eines Turniers
- Einverständniserklärung des Erziehungsberechtigten für Kämpfer unter 18 Jahre